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Menschen mit Behinderung

Das Bayerische Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung trat am 1. August 2003 in Kraft. Die Leitziele des neuen Gesetzes sind Leben und Würde von Menschen mit Behinderung zu schützen, ihre Benachteiligungen zu beseitigen und zu verhindern, gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihre Integration zu fördern. Die Weichen in der Politik müssen in allen Bereichen der Gesellschaft auf Integration gestellt werden.

Am 01.01.2006 hat der Kreistag des Landkreises Schwandorf Frau Helga Forster zur Kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderung bestellt.

Aufgaben

Erstanlaufstelle für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen, Beratung über Zuständigkeiten von Ämtern, Einrichtungen oder Verbänden; Weitervermittlung an die zuständigen Einrichtungen und Stellen, Anmeldung und Hilfestellung bei Kontaktaufnahmen und Beratung zum barrierefreien Bauen im öffentlichen Raum.

Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

Wir stoßen im Alltag immer wieder auf Barrieren, die Menschen selbst eingeplant haben. So behindern Treppen Rollstuhlfahrer, aber auch Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Rollatoren. Barrierefrei sind Anlagen, wenn sie für Menschen mit Behinderungen ohne besondere Erschwernis grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. 

Der Landkreis Schwandorf hat deshalb einen Leitfaden zur  Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen Gebäuden und im öffentlichen Verkehrs- und Freiraum veröffentlicht.

Es ist unser Anliegen mit dieser Zusammenstellung der wichtigsten Regelungen zum barrierefreien Bauen, dass bauliche Barrieren bereits bei der Planung vermieden werden bzw. abgebaut oder ohne viel Aufwand beherrschbar gemacht werden.

Barrierefreies Bauen und Wohnen

Eine Anpassung der Wohnung an sich verändernde Bedürfnisse im Alter oder bei Behinderungen ist ein wichtiger Beitrag zum selbständigen, selbst bestimmten Wohnen und zum Erhalt der Lebensqualität. Umbaumaßnahmen oder der Einatz von Hilfsmitteln sollen der persönlichen Situation entsprechen. Anhand von praktischen und erprobten Beispielen können individuelle Lösungen gefunden werden.

Allgemeine Hinweise

  • Erforderliche Bewegungsfreiheit für Menschen mit Rollstuhl 150 x 150 cm
  • Flur innerhalb von Wohnungen mindestens 120 cm breit
  • Abstellraum im gleichen GeschossKeller und sonstige Gemeinschaftsräume und auch der Müllbehälter sollten selbständig erreichbar sein
  • Aufstellmöglichkeit für Waschmaschine und Wäschetrockner in der Wohnung ermöglichen
  • Bei Erdgeschosswohnungen auf ebenerdigen Zugang achten
  • Bei allen Türen lichte Breite von 90 cm
  • Zugang zum Freisitz, Balkon ohne Schwelle erreichbar
  • Küche: Alle Bedienungselemente in 82 bis 85 cm Höhe
  • Küche und Bad möglichst quadratisch
  • Duschen ebenerdig
  • In Bädern ausreichende Tragfähigkeit der Wände und Zimmerdecken, damit später eventuelle Halt- und Stützvorrichtungen angebracht werden können
  • Waschbecken und Arbeitsplatten mit Beinfreiheit oder sogar unterfahrbar
  • Steckdosen in 105 cm Höhe vorsehen, damit beschwerliches Bücken vermieden wird