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Breitbandausbau im Landkreis Schwandorf

In 18 Kommunen des Landkreises Schwandorf startet im Rahmen der „Bundesförderung Breitband“ mit Unterstützung von Bund, Freistaat, Landkreis und Kommunen ein bedarfsgerechter Ausbau der Breitbandversorgung. Damit setzt der Landkreis eine wichtige Investition in die Zukunft in den beteiligten Kommunen Bruck i.d. Opf., Burglengenfeld, Nabburg, Neukirchen-Balbini, Neunburg vorm Wald, Nittenau, Oberviechtach, Pfreimd, Schmidgaden, Schönsee, Schwandorf, Schwarzenfeld, Stulln, Schwarzach, Teunz, Trausnitz, Wernberg-Köblitz und Winklarn um. 


Kerndaten Breitband Bundesprogramm im Landkreis Schwandorf 

Investitionsvolumen

Rund 54 Millionen Euro

Teilnehmende Kommunen

Bruck i.d. Opf., Burglengenfeld, Nabburg, Neukirchen-Balbini, Neunburg vorm Wald, Nittenau, Oberviechtach, Pfreimd, Schmidgaden, Schönsee, Schwandorf,

Schwarzenfeld, Stulln, Schwarzach, Teunz, Trausnitz, Wernberg-Köblitz und Winklarn

Geplante Tiefbaustrecke

Rund 500 Kilometer

Geplante Glasfaserverlegung

Mehr als 1.300 Kilometer

Geplante Anzahl an Anschlüssen

2.800

Geplanter Abschluss der Bauarbeiten

2023

Projektpartner

Institution

Aufgabe

Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Fördergeldgeber Bundesförderung (aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages)

Freistaat Bayern – Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat

Fördergeldgeber der Kofinanzierung zur Bundesförderung

Landkreis Schwandorf – Landratsamt Schwandorf

Zuwendungsempfänger und koordinierende Stelle

Teilnehmende Kommunen

Abstimmung, Zuarbeit und Kostentragung des jeweiligen Anteils

PricewaterhouseCoopers GmbH WPG, in Zusammenarbeit mit VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und TÜV Rheinland Consulting GmbH

Projektträger des Bundes zur Abwicklung des Bundesförderprogramms Breitband

Telekom Deutschland GmbH

Netzbetreiber, verantwortlich für Planung, Ausbau und Betrieb des geförderten Breitbandnetzes

Ruhland, König & Co. Elektro GmbH

Tiefbauunternehmen – verantwortlich für die Feinplanung und die Umsetzung des Ausbaus

Hintergrund

Der Bund stellt im Rahmen des Bundesförderprogramm Breitband Mittel für den Ausbau des Breitbandnetzes zur Verfügung. Damit sollen in einem ersten Schritt insbesondere die sogenannten „weißen Flecken“ geschlossen werden, also Gebiete/Anschlüsse mit einer niedrigen Bandbreite. Auch der Freistaat Bayern investiert viel Geld in den Ausbau des schnellen Internets und beteiligt sich auch am Bundesförderprogramm im Rahmen einer Kofinanzierung. Der Landkreis Schwandorf hat in Abstimmung mit den teilnehmenden Kommunen im Landkreis die Federführung zur Abwicklung des Förderprogramms übernommen und ist daher die Schnittstelle für alle Fragen, die in Zusammenhang mit dem Bundesförderprogramm stehen. Von den ursprünglich 27 teilnehmenden Kommunen sind zwischenzeitlich neun Kommunen aus dem Förderverfahren ausgestiegen, insbesondere aufgrund der hohen Kosten. Nach schwierigen Verhandlungen konnte der Landkreis Schwandorf mit der Telekom Deutschland GmbH einen starken Partner bei der Umsetzung des Breitbandausbaus gewinnen und damit den Grundstein für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises, insbesondere auch in Randlagen, legen.

Landrat Thomas Ebeling:

„Der Zugang zu schnellem Internet ist heute ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Bürger. Und eine gute Breitbandversorgung ist ein wichtiger Schlüssel dafür, dass der ländliche Raum auch in Zukunft gegenüber den Ballungsgebieten nicht ins Hintertreffen gerät und damit konkurrenzfähig bleibt."

Ziele

Mit dem Breitband Bundesförderprogramm sollen die sogenannten „weißen Flecken“ in den teilnehmenden Kommunen des Landkreises Schwandorf geschlossen werden. Nach Abschluss der Arbeiten sollen in den teilnehmenden Kommunen also keine Haushalte mehr unterversorgt sein. Insgesamt sollen 2.800 Anwesen mit schnellem Internet versorgt werden. Davon 51 Schulen und über 600 Gewerbeanschlüsse. Dabei wird überwiegend Glasfaser bis in die Gebäude verlegt. Mit einem Glasfaseranschluss sind theoretisch Bandbreiten von 1000 Mbit/s möglich.

Baubeginn 2021

Das Breitband-Bundesprogramm, zu dem die Verträge im Landkreis Schwandorf im Juni 2019 von Landrat Thomas Ebeling im Beisein der Bürgermeister der 18 teilnehmenden Gemeinden unterzeichnet wurden, geht nun in die Ausbauphase über. Gestartet wurde Ende März in Burglengenfeld. In den nächsten Wochen und Monaten werden auch die weiteren Bauabschnitte in Angriff genommen. Mit einem Investitionsvolumen von rund 54 Millionen Euro stellt dieses Projekt eines der größten Breitband-Ausbauprojekte in Bayern dar.

Landrat Thomas Ebeling stellte mit einem Dank an alle Beteiligten fest, „dass die bisherige harte Arbeit nun mit dem Baubeginn erste Früchte trägt. Jetzt gilt es, weiter an den Voraussetzungen für einen möglichst reibungslosen Ausbau zu arbeiten.“ Nachdem die Planung der ersten Bauabschnitte fertiggestellt wurde, konnte auch der Ausbau starten. Mit der Firma Ruhland, König & Co. Elektro GmbH konnte die Deutsche Telekom Technik GmbH einen erfahrenen Partner für diese Mammut-Aufgabe gewinnen. Kerstin Glanert, Leiterin der PTI Regensburg Deutsche Telekom Technik GmbH, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir freuen uns sehr, dass sich der Landkreis Schwandorf für die Deutsche Telekom als Partner im gefördertem Breitbandausbau entschieden hat. Getreu nach unserem Motto ‚Wir verbinden Deutschland‘ bauen wir im Landkreis Schwandorf Ihren Anschluss der Zukunft.“

In den nächsten rund zwei Jahren sollen alle rund 3.000 Haushalte in den teilnehmenden Landkreis-Kommunen erschlossen werden und die Vorteile des schnellen Internets nutzen können. Hierzu ist ein möglichst reibungsloses Zusammenwirken aller Beteiligten erforderlich. Als einer der wenigen Landkreise in Deutschland wickelt der Landkreis Schwandorf das Breitband-Bundesprogramm federführend für die teilnehmenden 18 Gemeinden ab. Diese sind: Bruck in der OPf., Burglengenfeld, Nabburg, Neunburg vorm Wald, Neukirchen-Balbini, Nittenau, Oberviechtach, Pfreimd, Schmidgaden, Schönsee, Schwandorf, Schwarzach b. Nabburg, Schwarzenfeld, Stulln, Teunz, Trausnitz, Wernberg-Köblitz und Winklarn. Mit dem Bundesprogramm sollen die weißen Flecken geschlossen werden, die nach der Umsetzung des Förderprogramms des Freistaats Bayern vereinzelt in den Gemeinden noch verblieben waren. Gefördert wird das Bundesprogramm mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern.

Bundesförderbescheid in abschließender Höhe überreicht 

Durch Übergabe des Bundesförderbescheides in abschließender Höhe bestätigte der Bund noch einmal final die Übernahme von 50 % der zuwendungsfähigen Kosten gegenüber dem Landkreis Schwandorf als Zuwendungsempfänger. Dem Landkreis Schwandorf kommt hier als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen (Bund, Freistaat, Kommunen, Netzbetreiber, Bauunternehmen und BürgerInnen) eine Schlüsselrolle hinsichtlich der Kommunikation, Koordination und Abwicklung des Förderprojektes zu.

Vertragsunterzeichnung 2019 mit der Telekom Deutschland GmbH

Der Landkreis Schwandorf macht einen großen Schritt in Richtung einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit schnellem Internet. im Rahmen der Bundesförderung Breitband und nach zahlreichen Gesprächen, Abstimmungen, Verhandlungen und Beschlüssen und der Feststellung der Wirtschaftlichkeit erhielt die Telekom Deutschland GmbH den Zuschlag als Kooperationspartner des Landkreises. „Es war ein Kraftakt aller Beteiligten“, so Landrat Thomas Ebeling. „Umso erfreulicher ist, dass wir nun diesen Meilenstein erreicht haben und damit die Weichen für die Zukunft stellen können.“ Im Beisein des bayerischen Finanz- und Heimatministers Albert Füracker, von Abgeordneten aus Bund und Land, der Bürgermeister, Vertretern der Telekom und zahlreicher Gäste unterzeichnete Landrat Thomas Ebeling für den Landkreis Schwandorf den Kooperationsvertrag.

„Der Ausbau von schnellem Internet läuft auf Hochtouren – in ganz Bayern wird gebaut. Rund 20 Projekte im bayerischen Förderverfahren sind im Landkreis Schwandorf bereits abgeschlossen. Mit dem heute unterzeichneten Großprojekt unter Koordinierung des Landkreises profitieren die Gemeinden zusätzlich von der Kofinanzierung durch den Freistaat. Dies ermöglicht eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet in den beteiligten Kommunen“, freute sich der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

„Das im November 2015 vom Bund aufgelegte Förderprogramm zum Breitbandausbau dient der Beseitigung aller ‚weißer Flecken‘ in Deutschland, vor allem im ländlichen Raum. Gemeindeteile ohne Zugang zu Breitbandanschlüssen werden nun endlich angeschlossen“, unterstrich der Schwandorfer Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier. „Jeder Bürger soll Zugang zum schnellen Internet haben. Ich bedanke mich beim Landkreis Schwandorf für die Annahme der Bundesförderung und die Umsetzung. Ich freue mich, dass der Ausbau auf den Weg gebracht ist. Im Landkreis Schwandorf können nun viele weiße Flecken beseitigt werden. Vielen Dank dem Freistaat Bayern für die Kofinanzierung der Maßnahme.“

„Wir legen heute den Grundstein für die digitale Zukunft im Landkreis Schwandorf“, zeigte sich Josef Scherl von der Telekom (Leiter Technik Süd) überzeugt. „Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen.“ Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein.

In den nächsten Monaten beginnt damit der bedarfsgerechte Ausbau des Breitbandnetzes in 18 Städten und Gemeinden des Landkreises. Ziel ist die Beseitigung der „weißen Flecken“ in den beteiligten Kommunen. Auf einer geplanten Strecke von fast 500 Kilometern werden Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau durchgeführt, damit weitere 2.800 Anwesen mit schnellem Internet versorgt werden können. Dabei werden mehr als 1.300 Kilometer Glasfaser verlegt. Bund, Freistaat, Landkreis und Kommunen investieren in diese Maßnahme über 54 Millionen Euro. Der Landkreis Schwandorf wird nach Abschluss aller Ausbauarbeiten zu mehr als 95 Prozent mit schnellem Internet versorgt sein. „Der Zugang zu schnellem Internet ist heute ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Bürger“, so Landrat Thomas Ebeling. „Und eine gute Breitbandversorgung ist ein wichtiger Schlüssel dafür, dass der ländliche Raum auch in Zukunft gegenüber den Ballungsgebieten nicht ins Hintertreffen gerät und damit konkurrenzfähig bleibt.“

Interaktive Karte mit den geplanten Hausanschlüssen im Bundesprogramm (rot markiert)

Abschlussveranstaltung 2023

Abschlussveranstaltung mit Staatsminister Füracker am Kollerhof in Neunburg vorm Wald

In einem feierlichen Akt wurde der bedeutende infrastrukturelle Fortschritt im Beisein des Staatsministers der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, MdL, gebührend gewürdigt. Zu diesem Anlass fanden sich neben Landrat Thomas Ebeling und den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie auch Vertreter der Deutschen Telekom Technik GmbH am 28.09.2023 im Landgasthof Kollerhof in Poggersdorf (Neunburg vorm Wald) ein. Durch die wichtige Unterstützung des Bundes und auch des Freistaats Bayern konnte die Finanzierung dieses Großprojektes realisiert werden.

Landrat Thomas Ebeling freut sich über den Vollzug des Breitbandbundesprogramms: „Die Kraftanstrengungen haben sich gelohnt. Durch das gute Zusammenwirken aller Beteiligten konnte mit dem Breitbandausbau der Grundstein für die digitale Zukunft des Landkreises Schwandorf gelegt werden.“, so Ebeling.

„Der gesamte Landkreis Schwandorf ist nahezu flächendeckend mit Breitband versorgt! Damit kommen wir unserem bayerischen Ziel ‚Gigabit bis in jedes Haus‘ wieder einen enormen Schritt näher. Mit einer Rekordsumme von über 2,3 Milliarden Euro unterstützt der Freistaat Bayern seine Kommunen seit 2014 massiv und freiwillig beim Breitbandausbau. Im Landkreis Schwandorf profitieren davon rund 2.800 Anschlüsse – hier investiert die Bayerische Staatsregierung insgesamt 51,2 Millionen Euro in schnelles Internet. Ein herzliches Vergelt’s Gott an den Landkreis Schwandorf, die Gemeinden und alle Beteiligten für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit“, 

freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

Insgesamt werden über das Bundesförderprogramm voraussichtlich bis zu 40 Millionen Euro in den Ausbau des schnellen Internets im Landkreis Schwandorf investiert und damit deutlich weniger, als bei Projektbeginn veranschlagt. 2.800 Anwesen konnten durch den Breitbandausbau, der insgesamt rund 471 Kilometer Tiefbau erforderte, an das schnelle Internet angeschlossen werden.

Finanziert wird der Ausbau durch Fördermittel des Bundes, des Freistaats Bayern, sowie durch die Eigenbeteiligungen der teilnehmenden Kommunen. Auch der Landkreis Schwandorf engagiert sich neben der Abwicklung des Förderprogramms finanziell an der Maßnahme.