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12.11.2018

Merkblatt für Jagdausübende

im Zusammenhang mit dem Auftreten der Hasenpest - Erreger: Francisella tularensis,

Häufigkeit des Vorkommens: Selten

Merkmale am WildVergrößerte Lymphknoten, Milz und Leber, häufig weiße, stecknadelgroße Herde an genannten Organen (Gewebeuntergänge),

Gefahr für Jäger: Ja! Bei Infektion schwerer bis lebensbedrohlicher Verlauf möglich. Symptome abhängig von Erregereintrittsstelle. Häufig jedoch Fieber und Lymphknotenschwellungen. 

Gefahr für Jagdhunde: Gering. Hunde zeigen u.a. Appetitlosigkeit, Fieber und Schwellung der Lymphknoten. 

Übertragung: Durch Kontakt mit infizierten Jagd- und Wildtieren oder unzureichend erhitztem Wildbret, durch das Einatmen erregerhaltiger Staubpartikel oder Tröpfchen (Aerosole), durch Trinken erregerhaltigen Wassers, durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren sowie Stich (sehr selten) von Insekten und Zecken. 

Schutzmaßnahmen: Beim Versorgen Einmalhandschuhe verwenden, staubdichte Atemmasken tragen und Wildbret zum Verzehr immer ausreichend erhitzen. 

Im Verdachtsfall: Veterinärbehörde verständigen; Fallwild oder erlegte verdächtige Tiere (mind. jedoch Milz und Lunge) dem Veterinäramt, Wackersdorfer Str. 80, 92421 Schwandorf, Tel. 09431/471-236 zur Untersuchung zuführen.