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08.07.2014

Koki-Kursreihe »Mamma Mia« - Ein Erfolg

Was braucht ein Baby? Bereits in die fünfte Runde ging die Kursreihe „Mamma Mia“ in Zusammenarbeit der Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen der Caritas in Schwandorf mit der Koordinationsstelle Frühe Kindheit im Landkreis Schwandorf (KoKi) und der Hebammenpraxis Mamas Bauch in Schwandorf. Mit kompakten Infos rund um Baby und Geburt konnten sich werdende Mütter auf die neue spannende Aufgabe einstimmen.

Ja, es gibt tatsächlich aktuell noch andere Themen als Fußball. „Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst“ – diesen Sinnspruch schreiben sich viele junge Eltern in freudiger Erwartung auf die Fahnen und finden sich dann häufig im Gewirr zwischen Bürokratie, neuesten Studien und vielen guten Ratschlägen von allen Seiten wieder. Deshalb gibt es „Mamma Mia“. Die Idee ist einfach, die Serie inzwischen ein Dauerbrenner. Basierend auf der Grundidee „Fragen Sie doch einfach jemanden, der sich damit auskennt“ bereiten die Koki am Landratsamt Schwandorf, die Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen der Caritas und eine Hebamme auf die Geburt und die erste Zeit mit dem Kind vor.

Barbara Magerl-Huber (KoKi) fasst die Aufgabe zusammen: „Wir möchten, dass werdende Eltern sich einfach gut informiert und sicher fühlen und sich so auf das Wichtigste konzentrieren können: nämlich das werdende neue Leben“. Deshalb bietet der Kurs „Mamma Mia“ jede Menge Raum für individuelle Fragen. Durch den Verlauf und die übersichtliche Größe der Gruppe ziehen die Teilnehmerinnen alle Vorteile sowohl aus den Gruppen- als auch den Einzelgesprächen: Genau dieser rege Austausch macht Mut und bietet echte Lösungen.

Für die Organisatorinnen ist es immer wieder ein spannender Moment, wenn sie die Teilnehmerinnen kennenlernen und die ersten Fragen sammeln. Als Einstieg von „Mamma Mia“ steht die Frage aller Fragen: „Was braucht ein Baby?“ Die Antworten darauf sind vielfältig, die rationale Ebene - Essen, Kleidung, Bett – ebenso wie die emotionale – Zeit, Liebe, Bezugsperson. Als Symbol für das Leben wurde zum Abschluss eine Sonnenblume gepflanzt. Als Symbol für das werdende Leben, das gehegt und gepflegt werden will.

Der zweite Termin tags darauf war sehr rational geprägt. Die werdenden Mamas erfuhren alles über Finanzen, Anträge und notwendige Behördengänge rund um den neuen Erdenbürger. Als Abschluss stand eine Entspannungsübung auf dem Programm. „Die war nach fast zwei Stunden Bürokratie auch notwendig“, so Barbara Magerl-Huber.

Wie schafft man es gut durch die Geburt, wie gehe ich mit all dem um, was auf mich zukommt? Beim dritten Termin wurde es besonders spannend, denn Michaela Weihrauch von der Hebammenpraxis Mamas Bauch in Schwandorf beleuchtete die medizinische Seite der Geburt. Die Hebamme konnte dadurch viele Unsicherheiten und Ängste aus dem Weg räumen und hatte wertvolle Tipps zur Vorbereitung parat.

Die Initiatorinnen von „Mamma Mia“ ziehen auch nach der fünften Ausgabe ein positives Resümee: „Jede werdende Mama hat ihre Sorgen, Nöte und Ängste, niemand braucht sich deswegen zu schämen und keine ist allein gelassen.“ Marie-Luise Schindler bei der Caritas, Barbara Magerl-Huber von KoKi und Michaela Weihrauch als Hebamme stehen jungen Familien schließlich auch außerhalb von „Mamma Mia“ immer mit Rat und Tat zur Seite.

Gerne kann auch der werdende Papa, die werdende Oma oder die beste Freundin an „Mamma Mia“ teilnehmen. Häufig reiche es schon aus, die werdenden Eltern vom angeblichen Leistungsgedanken unserer Gesellschaft etwas wegzuführen. Marie-Luise Schindler und Barbara Magerl-Huber sind nach den Kurstagen mehr als zufrieden. Wenn man dann im Folgeangebot „Mama Café“ mit ehemaligen Teilnehmerinnen des „Mamma Mia“-Kurses zusammen sitzt, inzwischen in einer Kinderwagenburg und mit spielenden Kindern, dann bleibt nur zu sagen: „Mamma Mia, 1:0 für die Familie.“

Zur Info:

Die Koordinationsstelle frühe Kindheit – kurz KoKi – berät, informiert und unterstützt Schwangere, Alleinerziehende und Familien mit Kindern bis zu 3 Jahren. Sie ist zudem Ansprechpartner für Fachkräfte im Rahmen früher Hilfe im Landkreis, um diese zu beraten und untereinander zu vernetzen. Ansprechpartner sind die beiden Sozialpädagoginnen Carola Glötzl und Barbara Magerl-Huber. KoKi, Landratsamt Schwandorf, Wackersdorfer Straße 80, 92421 Schwandorf, 09431 – 471 483 oder 09431 – 471 484. www.koki-landkreis-schwandorf.de

Die Schwangerschaftsberatung wird durch die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen der Caritas in Schwandorf angeboten. Sie bietet psychosoziale, pädagogische und lebenspraktische Unterstützung für Frauen, Männer und Paare. Die Beratungsstelle befindet sich in der Ettmannsdorfer Straße 2-4. Telefonisch sind die beiden Mitarbeiterinnen Marie-Luise Schindler und Ingeborg Zrenner montags bis donnerstags erreichbar unter 09431 – 99 80 680.