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04.07.2014

Statusworkshop des Lokalen Bündnisses für Familien

Seit sieben Jahren besteht das  Lokale Bündnis für Familien im Landkreis Schwandorf unter dem Schirm des Landratsamtes und der Arbeitsagentur und es hat sich in dieser Zeit zu einem bedeutenden regionalen Netzwerk entwickelt. Um Bilanz zu ziehen und Perspektiven für die künftige Arbeit zu entwickeln, waren alle Akteure des Bündnisses ins Landratsamt eingeladen

„Wo stehen wir? Passt die Struktur? Welche Themen und Projekte standen noch nicht im Fokus“ das waren die zentralen Fragen des halbtägigen Workshops,  erklärte die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und eine der beiden Bündniskoordinatorinnen Dorothea Seitz-Dobler.

„Die verschiedenen Bündnisakteure finden sich vor Ort auf freiwilliger Basis zusammen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien durch bedarfsorientierte Projekte zu verbessern“. so Dorothea Seitz-Dobler, „ und da muss man sich auch mal die Zeit nehmen, zu überprüfen, ob die Weichen auch richtig gestellt sind.“

Fachmännische Unterstützung holte sich das Bündnis vom Servicebüro der Lokalen Bündnisse mit dem Moderator Günter Katheder-Göllner, der durch das straffe Programm des Vormittags führte.

Landrat Thomas Ebeling konnte über 20 Vertreter aus den Projektgruppen des Bündnisses  im Landratsamt begrüßen und   zeigte sich erfreut  über die vielen  beteiligten Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen  und  über die  bisherigen  Aktivitäten.

Bei einer  ersten Rückschau waren sich die Mitglieder einig, dass die Höhepunkte der bisherigen Bündnisarbeit die 2009 und 2012 ausgeschriebenen Wettbewerbe „Familienfreundliche Kommunen“ und „Familienfreundliche Unternehmen“ waren, aus denen  die darauffolgenden Besuche der Siegerunternehmen und –kommunen resultierten, um von den besten zu lernen. Aber auch  die Kursreihe „Stark durch Erziehung“ ist in den letzten Jahren auf sehr große Resonanz gestoßen.

Aber auch die diversen Veranstaltungen für Personalverantwortliche und  Familienbeauftragte , sowie die Projekte zu „Vereinbarkeit Pflege und Beruf“ und zum Kindermitbringtag waren erfolgreiche Aktionen des Bündnisses.

Bei der Frage des Moderators, was am Schwandorfer Bündnis so  besonders ist, wurde vor allem die Vielfalt der Bündnisakteure, die kontinuierliche professionelle Arbeit und die sehr guten Vernetzungsmöglichkeiten heraus gestellt.

Handlungsbedarf besteht noch in der Akquise bestimmter Zielgruppen, wie Unternehmen und Bürgermeister, aber auch beim Sponsoring.

Hauptaugenmerk wurde aber auf die Zukunft gelegt: „Was schreibt sich das Bündnis für die nächsten 5 Jahre auf die Fahne“ so die Fragen vom Leiter des Workshops und hier trugen die Teilnehmer viele Ideen zusammen. Die  Verbesserung der Willkommenskultur in Unternehmen und Kommunen, das Handlungsfeld „Alt und Jung“ mit einer Taschengeldbörse als Generationenprojekt und gemeinsame Informationsveranstaltungen oder gar Messen  für Familien, Senioren, Freiwillige und Menschen mit Behinderungen bis hin zu den Themen Bündelung von Betreuungsangeboten  und Haushaltsnahe Dienstleistungen standen als Beispiele auf den Pinnwänden.

Eines der Handlungsfelder, das die Akteure als Zukunftsthema ansahen, die Barrierefreiheit sowohl im öffentlichen Raum als auch im Wohnungsbau , ist bereits im November das Thema einer Tagung für Kommunen, Baufachleute , Wohnungsbaugesellschaften, aber auch für interessierte Bürger.

Die erste Aufgabe des Bündnisses wird nun sein, Prioritäten für neue Projekte festzulegen und anzupacken, ohne die  bereits bestehenden erfolgreichen Projekte zu vernachlässigen.

Helga Forster, die Gleichstellungsbeauftragte und Bündniskoordinatorin, nahm die Rückmeldung der Mitglieder über eine bisher  erfolgreiche effektive Bündnisarbeit ebenso mit, wie viele neue Impulse für die nächsten Monate. „Viele Projekte laufen gut, Familienfreundlichkeit als Standortfaktor ist mittlerweile  in den Kommunen und Unternehmen  angekommen – aber viele Themen und Projekte warten noch, packen wir`s an“,  so ihre Bilanz.