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13.07.2017

Kinder für Technik begeistern

Susanne Freudenstein vom Verein Technik für Kinder e.V. präsentierte den für die Schulen zusammengestellten Technikkoffer. Die IHK, das Schulamt, Firmen im Landkreis und Landrat Thomas Ebeling unterstützen dieses Projekt.

Wirtschaft, Landkreis und Schulen bilden Netzwerk zur Fachkräftesicherung in technischen Berufen.

Der Fachkräftebedarf in technischen Berufen belastet die Unternehmen im Landkreis Schwandorf zunehmend. Darüber hinaus stellen die Unternehmen fest, dass sich immer weniger Jugendliche um Praktika- und Ausbildungsplätze in den gewerblich-technischen Berufen bewerben, obwohl hier die Perspektiven so gut wie nie zu vor sind.

Um dieser Entwicklung m Landkreis entgegenzuwirken und das Interesse der Schüler an den sogenannten MINT-Fächern zu steigern, bildete sich auf Initiative der IHK-Geschäftsstelle Schwandorf ein Netzwerk aus Unternehmen, Schulen und dem Landratsamt. Als Partner für dieses Vorhaben konnte der Verein Technik für Kinder aus Deggendorf gewonnen werden. An sechs Nachmittagen im Halbjahr kommen engagierte Auszubildende aus Unternehmen der Region an die Schule, um den Kindern technische Fertigkeiten im Rahmen einer Projektarbeit zu vermitteln. Die Azubis, welche zuvor vom Verein Technik für Kinder didaktisch und methodisch geschult werden, können hier ihre Technikbegeisterung beim Bau von Taschenlampen oder Alarmanlagen an die Schüler weitergeben. Während durch das Projekt mehr junge Menschen Technik hautnah erleben können, nehmen die Auszubildenden die Position des Ausbilders ein und werden so in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert. „Eine klassische win-win-Situation“, sagt Sebastian Schmitt von der Firma Sennebogen in Wackersdorf, welche bereits beste Erfahrung mit dem Projekt gemacht hat und dies nur weiterempfehlen kann.

Um das Projekt nachhaltig zu unterstützen, hat der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umwelt und Tourismus des Kreistages Schwandorf beschlossen, die Ausstattung zur Umsetzung des Projektes an den Schulen im Landkreis Schwandorf zu übernehmen. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass die Schule ein Unternehmen vorweisen kann, das das Projekt als Pate betreut und Auszubildende an die Schule entsendet. Diese Zusammenarbeit haben die Doktor-Eisenbarth-Schule in Oberviechtach und Irlbacher Blickpunkt Glas in Schönsee bereits besiegelt. Geschäftsführer Stephan Irlbacher freut sich schon sehr auf das Kooperationsprojekt, das bereits im kommenden Schuljahr umgesetzt werden soll. „Nur so können wir unsere Kinder wieder für technische Berufe begeistern“, sagt Stephan Irlbacher. Landrat Thomas Ebeling sieht in dem Projekt eine Wirtschaftsfördermaßnahme, die sich sicherlich in einigen Jahren auszahlen wird. IHK-Geschäftsführer Manuel Lischka hofft, dass noch mehr Unternehmen dem Beispiel der Firma Irlbacher folgen und eine Patenschaft zur Umsetzung des Projekts an einer entsprechenden Schule übernehmen. Interessierte können sich gerne an ihn wenden (Tel. 09431-79805-0, Email: lischka@regensburg.ihk.de).

Bild: Susanne Freudenstein vom Verein Technik für Kinder e.V. (Mitte) präsentierte den für die Schulen zusammengestellten Technikkoffer. IHK-Geschäftsführer Manuel Lischka und Dominik Bauer von der Doktor-Eisenbath-Mittelschule Oberviechtach (sitzend von links) sowie Stephan Irlbacher aus Schönsee, Sebastian Schmitt von Sennebogen Wackersdorf, Landrat Thomas Ebeling und Schulamtsleiter Georg Kick (stehend von links) unterstützen dieses Projekt.
(Foto Landratsamt Schwandorf)